Making Kin in Public Space

Turbinenplatz Zürich

Grosser, offener, auslandender Platz:

  • Kiesplatz, ca. 50 x 100 Meter
  • 14 schmächtige Birken
  • 16 morsche Liege-Bänkli aus Holz
  • 12 kleine Baustellen
  • 1 Wasseranlage mit Sumpfgewächsen

Am 12. April 2021 von 12.54 – 13.45 Uhr angetroffen:

  • Bauarbeiter
  • einige Passanten
  • 1 Dackel mit Herrchen
  • 1 Mischlingshund mit Herrchen
  • 1 Bulldogge mit Herrchen (alle Hunde sind jeweils an der Leine)
  • 2 verschiedene Vögel (nicht gesehen, nur gehört)

Rund um den Platz herum sind Autofahrten erlaubt. Die Strassen sind jedoch nicht sehr frequentiert.

Welche Lebewesen könnten hier leben:

  • Insekten (Ameisen/Käfer/Schmetterlinge/Bienen/Wespen/Mücken/Fliegen)
  • Vögel (verschiedene Singvögel/evtl. Raubvögel)
  • Kleinsäuger (Mäuse/Maulwürfe/Igel/Eichhörnchen)
  • Amphibien (Blindschleichen/Eidechsen)
  • natürliche Feinde (Füchse)
  • Bewohner ums Wasser herum (Frösche/Lurche/Wasserläufer/Mücken/Bremsen)

Welche Massnahmen wären nötig?

  1. Keine Autofahrten rund um den Platz herum!
  2. Es muss aus der Perspektive der verschiedenen Lebewesen gedacht werden. Das heisst: Welche Bedingungen stellen die Lebewesen, um ihre Lebensbedürfnisse befriedigen zu können? Futter, Rückzugsort, Fortpflanzung, Fortbewegungswege, etc.
  3. Die Hälfte der zur Verfügung stehenden Fläche soll ganz der Natur als Rückzugsort vorbehalten bleiben. D.h. Menschen haben da keinen Zutritt. Die andere Hälfte steht den Menschen und anderen Lebewesen gemeinsam zur Verfügung.
  4. Die Mehrheit der Bodenfläche muss „unbefestigt„, also weder zugepflastert noch zugewalzt sein. Die Erde soll so offen sein, dass sie von Lebewesen bewohnt werden könnte, wie z.B. Ameisen, Käfern, Würmern, Schnecken, Maulwürfen, Mäusen.
  5. Es soll mit einheimischen Pflanzen und Blumen gearbeitet werden. (Nahrung für Insekten)
  6. Zwei bis drei Bauminseln mit verschiedenartigem Baumbestand sowie auch Büsche, die miteinander durch Lebendhecken verbunden sind. (bieten Platz für Vögel, evtl. Eichhörnchen, verschiedene Insekten und spenden Schatten)
  7. Diese Bauminseln sollen nicht „übergepflegt“ werden, so dass Unterholz vorhanden ist. (für Igel und Nager)
  8. Die Wasserfläche mit den Sumpfpflanzen soll weitergehend naturalisiert und könnte evtl. in eine Teichanlage überführt werden: mehr Wasser, natürlicher Untergrund, Platzierung der Pflanzen nicht nur gemäss optischen Kriterien. Es könnten weitere Wasseranlagen oder kleine Teiche angelegt werden, die z.T. von Menschen und anderen Lebewesen gemeinsam genutzt werden können und z.T. nur den anderen Lebewesen vorbehalten ist.

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