
Einleitung:
Die Überbauung Hardau liegt im Hard-Quartier im Zürcher Kreis 4. Das war nicht immer so. Dieses Quartier hat eine bewegte geschichtliche Entwicklung hinter sich, welche sich in der Architektur und städtebaulichen Massnahmen wie zum Beispiel der Überbauung Hardau spiegelt, welche wie ein eigenes Quartier funktioniert. Anfang 2000 wurde das Hardaugebiet mit verschiedenen künstlerischen Aktionen und im Rahmen von Kunst und Bau aufgewertet. So finden sich auf relativ kleinem Raum viele künstlerischen Interventionen.
Teilnehmerinnen und Teilnehnmer dieses vermittlerischen Angebots sollen durch bestimmte (performative) Handlungen an ausgesuchte Kunstwerke im Hardaugebiet herangeführt werden. Diese Handlungen bezwecken eine Schärfung der Wahrnehmung. Durch diese Weise eröffnet jedes Kunstwerk aufgrund seiner ästehtischen Ausstrahlung dem Publikum einzigartige und ungewohnte Erfahrungen.
Wir sind uns gewohnt, dass wir beim Lernen auf einer kognitiven Ebene und vor allem visuell angesprochen werden. Das Besondere an diesem Angebot ist, dass die Vermittlung auf der physischen Ebene statt findet. Dadurch wird das Werk anders erfahren und auch anders in Erinnerung bleiben.
beziehungsWeise, oder?
Das Publikum setzt sich durch bestimmte Handlungen mit dem Kunsterk, dem Raum und der eigenen Körperlichkeit auseinander. Diese Handlungen werden mit Hilfe von (jetzt noch nicht bekannten) Hilfsmittel ausgeführt.
Die Besucherinnen und Besucher führen diese Handlungen aus und nehmen sich daduch in der eigenen Körperlichkeit in Korrelation mit dem Kunstwerk und dem Raum wahr. Es findet eine Art „physische Kommunikation“ statt zwischen:
- Menschen und Kunstwerk
- Kunstwerk und Raum
- Mensch und Raum
Die Handlung stellt das verbindende Glied zwischen den drei Aspekten, Kunstwerk, Raum und der eigene menschliche Körper dar. Die „physische Kommunikation“ wird angeregt durch die ausgeführten Handlung und die nachfolgende Wahrnehmung. Weil Handlung, Wahrnehmung, Gefühl und Gedanke miteinander verbunden sind, wird bei der Besucherin oder dem Besucher (vermutlich) ein ganzheitlicher Prozess in Gang gesetzt, welcher im besten Falle eine forschende Haltung einnimmt.
Dieses Angebot ist darauf ausgelegt, auf andere Werke an anderen Orten und für ein anderes Zielpublikum adabtiert werden. zu können.
Zürich Tourismus könnte eine Rolle als als Plattform einnehmen, wodurch dieses Angebot vermarket und gebucht werden könnte. , über welche diese Angebote gebucht werden können.
Der Partner profitiert von einem niederschwelligen und neuartigem kunstvermittelndes Angebot.
Projektdetails
Hilfsmittel
Die Handlungen werden mit verschiedenen Hilfsmitteln ausgeführt. Welche das sind, steht zur Zeit noch nicht fest. Diese Hilfsmittel sollen zur Handlung animieren und die Wahrnehmung schärfen. Zudem soll es günstig sein, handlich, leicht zu transportieren und vielseitig einsetzbar.
Beispiele:

Stoffbahnen in verschiedenen Grössen 
Schwimmbretter, Schwimmnudeln 
Abtrennen für Schwimmbahnen 
Pylonen, Absperrbänder 
Sportgeräte (z.B. Multifunktionsset) 
Regenschirme 
Raustrennen 
Holzklötze in verschiedenen Grössen 
Stelzen
Zielgruppe(n)
Mich interessiert es, dieses Angebot auf verschiedene Zielgruppen anzupassen:
- kunstaffines Publikum vs. kunstfernes Publikum
- altersgemischtes Publikum (Familien)
- AnwohnerInnen und Anwohner vs. fremdes Publikum
Dabei interessieren mich folgende Fragen:
- Welche Anpassungen sind in der Aufgabenstellung, Aufgabenaufbau, Struktur, Sprache, etc. nötig?
- Wie offen oder wie geführt muss die Aufgabenstellung sein?
- Dramaturgie der Aufgabenstellung
- Was braucht es, um dieses Angebot für verschiedene Zielgruppen interessant zu machen?
Ziel
- Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sollen ganz persönliche Zugänge zu den Werken und einmalige Erlebnisse mit den Werken verschafft werden.
- Es soll eine Art Kommunikation zwischen Publikum, Kunstwerk und Raum angestossen werden.
- Das Publikum soll wahrnehmen können, in welcher ganz persönlichen Beziehung es zum Kunstwerk und zum Raum steht.
- Dadurch besteht die Möglichkeit, dass die Haltung zu den Kunstwerken und/oder zum Ort beeinflusst wird.
Aktueller Projektstand
Die nächsten Schritte:
- Start mit 2-3 Werken: erst persönliche Auseinandersetzung mit Werken
- Dann fokussierte Weiterführung der Experimente (erstmal für mich alleine)
- Folgend weitere Versuche mit verschiedenen Partnern (Mitstudierende, Familie, Freunde
- Überlegen, was ich mit dem Faktor „Anwohnerinnen und Anwohner“ anfangen soll, resp. inwiefern und wieweit ich es einbeziehen kann und möchte.
Mögliche Werke

Sisley Xhafa – Y (2011)
Skulptur aus Stahlrohr, Leuchtenden, Plexiglas, Stahlseil, Aluminium, Kunststoff, Höhe: 15 Meter
Hardaupark

Claudia & Julia Müller – GLOCKE * HARDAU * BIMBAM * 2006 (2006)
Glocke in Bronze, Stimmbasis Gis, Höhe: 120 Meter, Durchmesser: 100 cm
Wohnsiedlung Hardau II, Bullingerstrasse 60, Nordfassade

Carl Bucher – JOY / LAST / BLÖCKE IM SAND / BODENSTÜCK (zw. 1976/84)
Wohnsiedlung Hardau II bei Bullingerstrasse

Zilla Leutenegger – DAS HAUS IM HAUS (2009)
fünfteiliges Werk bestehend aus: 3 Wandzeichnungen aus Acryl und 3 Einbauten aus Holzzementplatten
Oberstufenschulhaus Albisriederplatz, Norastrasse 20

San Keller – FREINACHT IN DER HARDAU und BEST OF HARDAU
2 Aktionen auf dem zentralen Platz und auf dem ehemaligen Grillplatz der Wohnsiedlung Hardau II

Ein Kunstwerk, das hier noch fehlt
Knackpunkte
- Zielgruppe
- Was ist für Zielgruppe interessant?
- Was bringt die Zielgruppe an Vorwissen mit?
- Anleitung
- so wenig wie möglich, so viel wie nötig –> Erfahrungen selber machen lassen
- achten, dass es nicht ins Kindliche kippt oder Yoga-ähnliche Anleitungen
- Hilfsmittel
- so wenig wie möglich, so viel wie nötig
- handlich, praktisch, anregend, vielseitig nutzbar
- optisch ansprechend
Mögliche Partnerschaften
Dieses Konzept wurde im Rahmen des Koorperationsprojekts in Zusammenarbeit mit Zürich Tourismus erarbeitet. Zur Zeit ist für mich noch offen, welche Funktion Zürich Tourismus einnehmen wird. Es sind aber auch andere Partner vorstellbar, wie z.B. soziokulturelle Institutionen, Schulen, Museen, KiÖR. Zürich Tourismus oder auch andere Partner könnten eine Rolle als Plattform einnehmen, über welche dieses Angebot vermarket und gebucht werden könnte. , über welche diese Angebote gebucht werden können. Es ist aber auch möglich, dieses vermittlerische Angebot in Eigenregie anzubieten.
Wie bereits erwähnt, könnte dieses Angebot weiterentwickelt und auf andere Werke an anderen Orten und für ein anderes Zielpublikum adaptiert werden.










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