Werkjahr-Schulhaus Hardau

  • Bullingerstrasse 50
  • gebaut von 1958 – 1964
  • Steht unter Schutz
  • Architekt: Otto Glaus (war kurze Zeit Mitarbeiter von Le Corbusier)
  • Wurde nach dem Modulor von Corbusier entworfen ( das von Corbusier entwickelte Propotionensystem, das auf dem menschlichen Mass und dem Goldenen Schnitt beruht) 
  • Beherbergt Fachschule Viventa (Berufsvorbereitungsjahr)

Brutalismus

Brutalismus ist ein Baustil der Moderne, der ab 1950 Verbreitung fand. Der Begriff hat verschiedene Ursprünge und bündelt verschiedene Architekturkonzeptionen, so etwa im französischen Begriff béton brut (roher BetonSichtbeton), mit dem Le Corbusier seinen sichtbar belassenen Beton an der Unité d’Habitation in Marseille beschrieb.[1] Der von Reyner Banham geprägte Begriff New Brutalism (Neuer Brutalismus) stand ursprünglich für eine Architektur, die den idealisierten Anspruch besaß, authentisch bei Material und Konstruktion und ethisch bei den sozialen Aspekten der Architektur zu sein.[2]

Heute wird der Begriff weniger eng definiert und steht für die dominierende Architektur zwischen etwa 1960 und dem Anfang der 1980er Jahre. Er wird nunmehr überwiegend negativ rezipiert.[2]Der Brutalismus ist geprägt von der Verwendung von Sichtbeton, der Betonung der Konstruktion, simplen geometrischen Formen und meist sehr grober Ausarbeitung und Gliederung der Gebäude

https://de.wikipedia.org/wiki/Brutalismus

Otto Glaus (1914-1996)

Otto Glaus (* 17. Dezember 1914 in Uzwil; † 30. September 1996 in Zürich) war ein Schweizer Architekt, der unter anderem für stark skulpturale, in Sichtbeton gehaltene Bildungs-, Wohn- und Kultbauten bekannt geworden ist. Er war Mitgründer der Vereinigung Schweizer Innenarchitekten und Innenarchitektinnen.

Familie, Ausbildung, frühe Berufstätigkeit

Der im appenzellerischen Heiden aufgewachsene Glaus stammte aus einer Bauern- und Wirtefamilie. Er erlernte zunächst in Arosa den Beruf des Tapezierers und arbeitete dann zwei Jahre in Basel als Handwerker, bevor er 1936 ein Studium der Innenarchitektur an der Kunstgewerbeschule begann. 1937 ging er auf Empfehlung seines Lehrers Wilhelm Kienzle nach Paris, um für gut ein Jahr bei Le Corbusier zu arbeiten. Auf dessen Vermittlung wurde Glaus Mitglied der CIAM. Zurück in der Schweiz arbeitete er als Bauleiter an verschiedenen Pavillons der Schweizerischen Landesausstellung 1939 in Zürich.

Gleichzeitig machte er die Matura. Zum Architekturstudium kam er so verhältnismässig spät, er studierte von 1941 bis 1945 an der ETH Zürich mit Diplom bei Hans Hofmann. Während des Studiums führte Glaus ein gemeinsames Büro mit dem Zentralschweizer Oskar Burri, der ebenfalls als ausgebildeter Handwerker und bei Le Corbusier gewesen war und nun als Fachhörer Vorlesungen an der ETH besuchte. Aus dieser Zusammenarbeit entstanden einfache, aber originelle Riegelhäuser[1] und, in Zusammenarbeit mit Jacques Schader, der Gewinn des Wettbewerbs für die Zürcher Frauenklinik, ein Projekt, das schliesslich nicht realisiert wurde.[2]

https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Glaus

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