Titel
Was
- Spaziergang im Hardquartier
- Besuch von fünf bis sechs Objekten
- Angebot von Erfahrungsfeldern im Zusammenhang mit den Objekten und dem Raum

Zielgruppe
- Publikum jeglichen Alters (für Kinder, die jünger sind als 10 müsste man die Übungen anpassen)
- eher Zürcherinnen und Zürcher, aber auch für Touristen attraktiv
- soziokultureller Bereich
Warum es mir wichtig ist:
- Denn Kunst bietet unabhängig des Wissens, das jemand aufweist, nur schon aufgrund der Ästhetik eine nahezu unerschöpfliche Quelle an Erfahrungsfeldern.
- Kunst(werke) funktionieren dabei als eine Art Spiegel. Sie bietet uns einerseits immer ein (Spiegel)Bild des Künstlers, der es geschaffen hat, der beeinflusst war von Zeit und Raum. Aber sie zeigt gleichzeitig auch ein Spiegelbild des Betrachtenden.
- Sie tut dies indem sie dem Betrachtenden viele Möglichkeiten der Wahrnehmung bietet.
- Und Wahrnehmung ist für jede Gesellschaft eine unverzichtbare Ressource. Denn ohne Wahrnehmung gäbe es weder selbstständiges Urteilen noch eigenständiges Schaffen.
- Jeder Mensch ist empfänglich für Sinneserfahrungen. Und Sinneserfahrungen ist die Grundlage von Kunst. Somit ist jede Kunst über Sinneserfahrungen für alle zugänglich.
- Aufgrund der ganz persönlichen Sinneserfahrungen entwickelt jede:r Teilnehmer:in einen individuellen Zugang zu den Werken, die sie/er in seinen Erfahrungsschatz einbaut.
Detaileinblick
1. Glocke*Hardau*Bimbam*2006 – Claudia und Julia Müller

- Dialogischer Austausch: Was nimmst du wahr, wenn du bei/ unter diesem Kunstwerk stehst?
- Praktische Übung: Wir geben der Glocke ihren Klang zurück.
2. Das Werkjahr-Schulhaus Hardau – Otto Glaus

- Praktische Übung/Spiel: „Menschlicher Fotoapparat“
- Dialogischer Austausch im Plenum
3. Blöcke im Sand – Carl Bucher

- Praktische Übung: Die Hochhäuser bilden eine Art Innenhof. Die Teilnehmenden betreten diesen Innenhof mit geschlossenen Augen. Sie bewegen sich blind auf die mehrteilige Skulptur Blöcke im Sand von Carl Bucher zu.
- Praktische Übung: Mit weiterhin geschlossenen Augen erkunden die Teilnehmenden die Skulpturen mit ihren Händen. Sie machen sich ein Bild von den Objekten.
- Dialogischer Austausch über die gemachten Erfahrungen.
4. Y – Sisley Shafa

- Praktische Übung: Die Teilnehmenden suchen sich einen geeigneten Platz im Park und nehmen eine Y-Haltung ein.
- Dialogischer Austausch: Die Teilnehmenden kommen im Kreis um die Skulptur zusammen und berichten von ihrer Wahrnehmung.
- Praktische Übung: Stellt man sich vor, diese Skulptur sei lebendig und stehe tagein tagaus in diesem Ort, sehe den Menschen zu, die kommen und gehen. Stellt man sich vor, die Skulptur wollte Schabernack betreiben. Welche Schabernackposition würde sie einnehmen?
- Wenn nötig: dialogischer Austausch
5. Haus im Haus – Zilla Leutenegger

- Praktische Übung: Auf vorbereiteten Zetteln sind verschiedene dramaturgische Anweisungen im Raum verteilt. Diese Anweisungen bestimmen Position, Blickrichtung und Verhältnis der Teilnehmenden zueinander, aber auch zur gestalterischen Arbeit. Die Teilnehmenden fotografieren, den Ausschnitt, den sie gesehen haben.
- Dialogischer Austausch über die gemachten Erfahrungen und Wahrnehmungen.
6. Grabkammer (Sterben Sie wohl!) – Seiko

- Beim Eintreten ins Friedhofareal wird nicht mehr gesprochen.
- Sich einen Platz suchen, rundherum oder in der Grabkammer.
- Keine Anweisung. (Einfach wahrnehmen, was ist)
- Dialogischer Austausch, einige Schritte vom Kunstwerk entfernt.
Praktische Übung: Die Teilnehmenden besammeln sich vor dem Eingangstor zum Friedhof Sihlfeld. Sie erhalten dort die letzten mündlichen Anweisungen. Ab nun wird nicht mehr gesprochen. Die weitern Anweisungen erhalten sie schriftlich über vorbereitete Zettel.
- Praktische Übung: Die Teilnehmenden nehmen sich einige Minuten Zeit und erkunden die Grabkammer sowie die allernächste Umgebung.
- Praktische Übung. Die Teilnehmenden suchen sich einen Platz in oder um die Grabkammer, wo sie einige Minuten bleiben können. Nun nehmen sie wahr, was gerade da ist.
- Dialogischer Austausch (ausserhalb des Friedhofsareals) über die gemachten Erfahrungen und Wahrnehmungen.
Reflexion
Austausch über die Erfahrungen des ganzen Spazierganges
Evaluationsmethode
- Konkrete Fragen ausarbeiten und in der Schlussreflexion direkt stellen
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